Die Eigenwerbung der FAZ und der „Staatsrundfunk“

03.09.2017 • Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) polemisiert derzeit nicht das erste Mal, aber diesmal ganz massiv gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, indem sie ihn in Artikeln und Kommentaren immer wieder als „Staatsfunk“, „Staatsrundfunk“ oder „staatlichen Rundfunk“ bezeichnet, für den auch noch eine zu hohe „Zwangsgebühr“ zu bezahlen sei (hier ein Beispiel und hier ein Beispiel). Deutlich wird durch diese Wortwahl die Absicht zu verstimmen, das heißt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu diskreditieren. Vielleicht kann man in diesem Zusammenhang kurz daran erinnern, dass die FAZ auch schon mal gerne mit Protagonistinnen des „Staatsfunks“ für sich geworben hat. Auf den beiden hier zu sehenden Fotos der Kampagne „Dahinter steckt immer ein nicht staatsrundfunklicher Kopf“, äh, nein, Entschuldigung, „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf", verbergen sich hinter der Zeitung aus Frankfurt ZDF-Talkerin Maybrit Illner (oben) und Maria Furtwängler alias „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm (unten), auf deren Rolle als Ermittlerin in der ARD-Krimireihe das Motiv mit der Kugel explizit hinweist. Fragt sich, ob die FAZ weiterhin mit solchen Köpfen werben würde. Oder ob sich heute noch Repräsentanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bereit fänden, für FAZ-Werbung zu posieren.

03.09.2017 – MK
FAZ-Werbung mit Maybrit Illner hinter der Zeitung (im mittleren oberen Fenster, sehr klein)
FAZ-Werbung mit Maria Furtwängler hinter der Zeitung Fotos: Screenshots von der FAZ-Website

Print-Ausgabe 19/2017

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